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Goldene Leinwand

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Die Goldene Leinwand ist ein Filmpreis, der für Filme verliehen wird, die in Deutschland kommerziell erfolgreich sind. Außerdem wurde bisher 19 Mal eine Goldene Leinwand für besondere Verdienste an Persönlichkeiten oder Institutionen der Filmbranche vergeben.

Der Preis wird seit 1964 vom Hauptverband Deutscher Filmtheater e. V. (HDF) und der Fachzeitschrift Filmecho/Filmwoche für große Kinoerfolge deutscher und ausländischer Filme verliehen. Die Goldene Leinwand kann für programmfüllende Spiel-, Dokumentations-, Jugend- und Kinderfilme vergeben werden, die in anfangs 12 Monaten, seit 1972 in 18 Monaten mindestens 3 Millionen Zuschauer ins Kino locken. Der Preis wird an den Verleih des betreffenden Films vergeben.

Der erste Film, dem dieser Preis verliehen wurde, war Der Schatz im Silbersee. Die Preisverleihung fand am 22. Januar 1964 im Mathäser-Filmpalast, München statt.

Preiskategorien

  • Goldene Leinwand: 3 Millionen Zuschauer in 18 Monaten (bis 1971 in 12 Monaten) (seit 1964)[1]
  • Goldene Leinwand mit Stern: 6 Millionen Zuschauer in 18 Monaten (seit 1980)
  • Goldene Leinwand mit Stern (Sonderversion): 6 Millionen Zuschauer im Lauf der Zeit (nur 1981 bis 1988)[2]
  • Goldene Leinwand mit 2 Sternen: 9 Millionen Zuschauer in 18 Monaten (seit 1993)
  • Goldene Leinwand mit 3 Sternen: 12 Millionen Zuschauer in 18 Monaten (seit 1998)
  • Goldene Leinwand Sonderausgaben: jeweils für über 15 und 18 Millionen Zuschauer in 18 Monaten (seit 1998)
  • Goldene Leinwand mit Stern und Brillanten: Filmreihen, die mindestens 6 Filme gleichen Sujets umfassen mit mehr als 30 Millionen Zuschauern (seit 1983)
  • Goldene Leinwand für besondere Verdienste in der Filmwirtschaft (seit 1967)
  • Goldene Leinwand – Ehrennadel (seit 1998)

Preisträger

Goldene Leinwand

Goldene Leinwand mit Stern

Goldene Leinwand mit Stern (Sonderversion)

Goldene Leinwand mit 2 Sternen

Goldene Leinwand mit 3 Sternen

Goldene Leinwand Sonderausgaben

  • 1998: Titanic (mehr als 15 Mio.)
  • 1999: Titanic (mehr als 18 Mio.)

Goldene Leinwand mit Stern und Brillanten

Goldene Leinwand für besondere Verdienste in der Filmwirtschaft

  • 1967: Walt Disney für sein Lebenswerk (posthum)
  • 1968: Horst Wendlandt für die bis zu diesem Zeitpunkt produzierten 25 Edgar-Wallace-Filme
  • 1968: Nederlandse Bioscoopbond zum 50-jährigen Jubiläum
  • 1972: Heinz Rühmann für besondere Verdienste um den deutschen Film
  • 1983: Albert R. Broccoli für mehr als 30 Millionen Besucher der James-Bond-Serie. Er erhielt die Goldene Leinwand mit Stern und Brillanten.
  • 1984: Jugendfilm-Verleih zum 50-jährigen Firmenjubiläum
  • 1988: Ignatz Wimmer zum 80. Geburtstag
  • 1989: Erich Müller für besondere Verdienste im Verleihbereich
  • 1989: Hans-Peter Zoller für besondere technische Verdienste
  • 1989: Willi Burth für besondere technische Verdienste
  • 1999: Herbert Strate für seinen besonderen Einsatz für die Filmwirtschaft
  • 2000: Michael Ballhaus für besondere Verdienste als Kameramann
  • 2000: Marlies Kirchner (Betreiberin des Theatiner Filmtheaters München) für besondere Verdienste im Filmkunstbereich
  • 2003: Gilde deutscher Filmkunsttheater für besondere Verdienste um die deutsche Filmkunst
  • 2004: Stanley Kubrick posthum für sein Gesamtwerk, entgegengenommen von Filmproduzent Jan Harlan, Schwager des 1999 verstorbenen Regisseurs
  • 2006: Detlef Schaller zur Verabschiedung für seine 40-jährige Tätigkeit als kaufmännischer Leiter und Herausgeber der Fachzeitschrift Filmecho/Filmwoche
  • 2007: Steffen Kuchenreuther zu seinem 60. Geburtstag und seinem unermüdlichen Einsatz für die gesamte Filmwirtschaft
  • 2008: Thomas Peter Friedl für seinen Einsatz über 18 Jahre bei der Constantin Film und 160 Millionen Besucher in diesem Zeitraum[3]
  • 2008: Wolfgang Braun für den Aufbau des deutschen Disney-Fimverleihs und seine Führung über 15 Jahre und 343 Millionen Besucher in diesem Zeitraum[4]
  • 2009: Michael „Bully“ Herbig für seine künstlerischen und kommerziellen Verdienste für den deutschen Film

Goldene Leinwand – Ehrennadel

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1984 sind die irregulären Goldenen Leinwände für „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Verdammt in alle Ewigkeit“ und „Die Brücke am Kwai“ in der Liste nicht berücksichtigt. Irregulär sind diese Goldenen Leinwände deshalb, weil es für diese drei Filme keine Wiederaufführungen mit mehr als 3 Millionen Zuschauern innerhalb von 18 Monaten gab.
  2. Die Sonderversion ist keine originale Kategorie der Goldenen Leinwand, sondern eine zeitlich sehr eingeschränkte Praxis der Preisvergabe. Anders als die reguläre Goldene Leinwand mit Stern (6 Millionen Zuschauer in 18 Monaten) wurde die Sonderversion 1981–1984 an Filme mit über 6 Millionen Zuschauern im Lauf der Zeit vergeben. Dafür wären zwar viele Titel denkbar gewesen, tatsächlich aber wurden nur sechs Filme ausgezeichnet. Der Grund dafür konnte nicht ermittelt werden. Eine weitere Spezialausgabe der Goldenen Leinwand mit Stern wurde 1988 an „Das Dschungelbuch“ vergeben, nämlich eine „einmalige Sonderversion der Goldenen Leinwand mit drei [!] Sternen für mehr als 15 Millionen Besucher“ seit der Erstaufführung 1968 (zitiert nach www.filmecho.de/goldene_leinwand).
  3. http://www.insidekino.de/Y/YMuenchnerFilmwoche2008.htm
  4. http://www.insidekino.de/Y/YMuenchnerFilmwoche2008.htm

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