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Orphan – Das Waisenkind

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Filmdaten
Deutscher TitelOrphan – Das Waisenkind
OriginaltitelOrphan
ProduktionslandVereinigte Staaten, Deutschland, Kanada, Frankreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2009
Länge123 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieJaume Collet-Serra
DrehbuchAlex Mace, David Leslie Johnson
ProduktionJoel Silver, Susan Downey, Leonardo DiCaprio, Jennifer Davisson Killoran
MusikJohn Ottman
KameraJeff Cutter
SchnittTimothy Alverson
Besetzung

Orphan – Das Waisenkind (Originaltitel: Orphan, dt.: „Weise“) ist ein amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2009.

Der Film dreht sich um ein Ehepaar, das nach der Totgeburt ihres dritten Kindes ein Mädchen mit einer dunklen Vergangenheit adoptiert. Er wurde von Warner Bros. Pictures in Zusammenarbeit mit Dark Castle Entertainment und Appian Way Productions, der Firma von Leonardo DiCaprio, die auch für das Drehbuch verantwortlich war, produziert. Regie führte Jaume Collet-Serra und war mit Vera Farmiga, Peter Sarsgaard und Isabelle Fuhrman in den Hauptrollen besetzt.

Orphan lief in Amerika am 24. Juli 2009 und in Deutschland am 22. Oktober 2009 in den Kinos an.

Handlung

Vorgeschichte

Katherine „Kate“ und John Coleman erwarten ihr drittes Kind. Als bei Katherine die Wehen einsetzen fahren sie ins Krankenhaus. Auf dem Weg zur Entbindungsstation erzählt Katherine einer Krankenschwester, dass das Kind Jessica heißen würde. Doch es kommt wider Erwarten zu einer Totgeburt, die Katherine völlig aus der Bahn wirft. Katherine verfällt dem Alkoholismus und verliert dadurch ihre Arbeitsstelle an der Yale-Universität. Zudem wird sie von Alpträumen heimgesucht. Aber als durch ihre Schuld ihre jüngste Tochter Maxine, die von allen nur „Max“ genannt wird, bei einem Badeunfall im nahe gelegenen See fast ertrinkt und die von John, dem Ehemann gerettet wurde, hört Katherine mit dem Trinken wieder auf. Aber durch all diese Umstände ist Katherine Coleman nun regelmäßig Patientin bei Dr. Browning, einer Psychologin.

Um den Schmerz über den Kindsverlust zu kompensieren, beschließen die Colemans circa zwei Jahre später ein Kind aus einem katholischen Waisenhaus zu adoptieren.

Es ist nun Winter, als das Ehepaar die Lizenz zur Adoption erhält. Und so fahren sie zum Waisenhaus. Während Katherine Coleman unsicher die spielenden Kinder im Erdgeschoss beobachtet, trifft John im ersten Stock auf die aus Russland stammende neunjährige Esther, die dort vor-sich-her-singend ein Bild malt. John ist aufgrund der Offenheit des Mädchens ihm gegenüber sofort von ihr fasziniert, auch erscheint sie für sein Alter ziemlich reif.

Wenig später kommen die Leiterin des Waisenhauses, Schwester Abigail, und Katherine hinzu. Während eines kurzen Gespräches mit Katherine Coleman bekennt Esther offen, dass sie mit den anderen Kindern nicht so richtig etwas anzufangen wüsste und dass sie anders als die anderen sei. Katherine Coleman glaubt nun, mit Esther einen Ersatz für die verstorbene Jessica gefunden zu haben. Man kommt mit Schwester Abigail überein, dass Esther in drei Wochen zu den Colemans ziehen soll. Schwester Abigail merkt noch an, dass Esther für ihr Alter schon sehr reif sei und sich prinzessinnenhaft benehme, aber ansonsten ein höfliches und hochintelligentes Mädchen sei.

Esther kommt zu den Colemans

Wie vereinbart holen die Colemans Esther drei Wochen später vom Waisenhaus ab und diese erfährt, dass sie nun zwei Geschwister haben wird: Den 13-jährigen Daniel „Danny“ und die 6-jährige Maxine, die von Geburt an taubstumm ist. Noch im Auto der Colemans beginnt Esther die Gebärdensprache zu erlernen. Als sie in Esthers neuen Zuhause ankommen, erwarten sie bereits die Großmutter, Barbara Coleman, und Maxine. Letztere schließt Esther sofort in ihr Herz. Reservierter steht ihr Daniel Coleman gegenüber, der Esther deutlich spüren lässt, dass er sie nicht leiden kann.

Als Daniel eines Tages mit seinem Paint-Ball-Gewehr im Wald spielt, schießt er auch bewusst auf eine Taube. Da kommen Maxine und Esther hinzu. Letztere fordert Daniel nun auf, dem Leiden der Taube ein Ende zu setzen und diese zu töten. Dieser weigert sich jedoch und so nimmt Esther einen Stein und erschlägt die Taube.

Da sich Esther immer sehr altmodisch kleidet, mit ihren Schleifen im Haar und an den Handgelenken sowie mit dem breiten Halsband optisch aus dem 19. Jahrhundert zu stammen scheint, tun sich ein paar Tage später neue Probleme auf. Denn Esther muss nun in die Schule und wird dort direkt zur Außenseiterin. Vor allem ihre Klassenkameradin Brenda hat es auf sie abgesehen und schikaniert Esther von nun an jeden Tag.

Allerdings legt Esther auch zuhause schon recht bald merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag: Sie schleicht durch das Haus und schließt entgegen allen Gewohnheiten der Familie das Badezimmer ab. Auch fügt sie sich nicht ins Familienleben ein und malt für ihr Alter sehr erwachsene Bilder. Esther wird mit der Zeit immer bedrohlicher und aggressiver, beginnt einen gegen den anderen auszuspielen und für ihre Zwecke einzuspannen. Nachdem Katherine ihrer Adoptivtochter angeboten hatte, diese am Klavier zu unterrichten, überrascht sie Esther eines Nachmittages, wie sie Tschaikowski perfekt und völlig fehlerfrei spielt. Darauf angesprochen, antwortete Esther ihrer Adoptivmutter: „Du hast gefragt, ob du mich unterrichten darfst und ich habe nicht Nein gesagt. Es muss schrecklich für jemanden sein, der wie du die Musik so liebt, und dann eine Tochter hat, die nicht hören kann und einen Sohn, der sich nicht dafür interessiert.“ Esther wird nun Katherine immer unheimlicher und sie wird langsam misstrauisch ihr gegenüber.

Ein paar Tage nach ihrem letzten Streit geraten Esther und Brenda auf dem Spielplatz aneinander. Aus Rache für die Hänseleien in der Schule stößt sie Brenda die Rutsche herunter, so dass sich diese den Knöchel bricht. Maxine ist die erste aus der Familie Coleman, die bemerkt, dass Esther nicht so ist, wie sie vorgibt zu sein. Sie hat die Tat auf dem Spielplatz beobachtet, deckt aber Esther am Abend aus irgendeinem Grund. Denn als Maxine beim Abendessen gefragt wird, was nun wirklich passiert sei, erhalten die Eltern die Antwort, dass Brenda auf der Rutsche ausgerutscht sei. Daniel Coleman beleidigt Esther jedoch beim Abendessen und weigert sich, sich dafür bei ihr zu entschuldigen. Er erklärt seinen Eltern gegenüber, es sei wohl besser, wenn Esther wieder ins Waisenhaus zurückginge.

John und Daniel führen bei dessen Baumhaus ein Gespräch über Esther. Da sich Daniel weiterhin weigert, sich bei Esther zu entschuldigen, verbietet John Coleman seinem Sohn einen weiteren Aufenthalt im Baumhaus und verschließt dieses mit einem Vorhängeschloss.

Der Mord an Schwester Abigail

Etwa eine Woche später ruft Schwester Abigail Katherine Coleman an, als diese mit Esther und Maxine beim Einkaufen ist. Sie braucht für einen Bericht Esthers Zahnabdruck. Gleichzeitig möchte sie sich aber auch erkundigen, wie sich Esther in die neue Familie eingelebt hat und natürlich kommt dabei auch Brendas Unfall zur Sprache. Als Katherine der Leiterin des Waisenhauses gesteht, dass sie mehr über Esthers Vergangenheit erfahren will, stimmt diese zu, darüber Nachforschungen anzustellen. Nach diesem Gespräch schlägt Katherine am Abend Esther vor, ein gemeinsames Tagebuch zu führen. Dafür überlässt sie Esther ihr altes Tagebuch. Beide gehen gemeinsam zu Jessicas Grab, das sich im Gewächshaus befindet. Esther bewundert die weißen Rosen, die auf dem Grab stehen. Daraufhin bemerkt Katherine, dass, solange die Rosen auf dem Grab wachsen würden, Jessica in der Familie weiterleben würde.

Was Katherine Coleman jedoch nicht weiß: Esther und Maxine hatten das Gespräch im Kaufhaus belauscht. Daher beginnt Esther gezielt nun Konflikte innerhalb der Familie zu schüren. Dadurch wird die durch die frühere Alkoholabhängigkeit Katherines ohnehin schon instabile Ehe der Colemans weiter belastet. Da taucht wider Erwarten Schwester Abigail bei den Colemans auf und berichtet besorgt über einige Unklarheiten in Esthers Vergangenheit. Schwester Abigail erklärt dem Ehepaar, das Esther wohl eine Gabe hätte, Unglücke anzuziehen und erwähnt ein paar Vorkommnisse aus Esthers Vergangenheit. In diesem Gespräch erklärt Katherine ihrem Ehemann und Schwester Abigail gegenüber, dass sie am liebsten die Adoption rückgängig machen würde. John jedoch nimmt Esther sofort in den Schutz. Beide kommen nun überein, mit Esther die befreundete Psychologin, Dr. Browning aufzusuchen.

Esther, die das Gespräch belauscht hatte, beschließt nun, Schwester Abigail mit Hilfe von Maxine auszuschalten. Die Kinder besorgen sich in John Arbeitszimmer den Schlüssel zum Baumhaus. Aber Esther findet dort auch den Schlüssel zum Familien-Safe. Die Kinder schauen in diesen hinein und entdecken dabei Johns Revolver. Esther nimmt diesen an sich und entfernt fünf Patronen aus der Revolverkammer. Sie lässt die Patronen-Trommel einmal herumlaufen, hält Maxine den Revolver an den Kopf und bedroht diese nun mit den Worten: „Willst du spielen?“ Maxine schüttelt völlig eingeschüchtert den Kopf und erhält von Esther die gefühlsarme Reaktion: „Na, dann vielleicht ein anderes Mal!“ Esther legt den Revolver im Anschluß wieder in den Tresor und beide begeben sich zur nahegelegenden Straße, um Schwester Abigail aufzulauern.

Als Schwester Abigail mit ihrem Auto wieder zum Waisenhaus fahren will, wird sie von den Kindern bereits erwartet. Esther schubst die kleine Maxine kaltblütig auf die Fahrbahn und nimmt dabei in Kauf, dass diese von der Nonne überfahren wird. Schwester Abigail kann aber noch ausweichen und bleibt im Schnee stecken.

Nachdem sich Schwester Abigail von ihrem Schrecken erholt hat, steigt sie aus und läuft zu Maxine, die weinend am Straßenrand liegt. Da wird sie von Esther mit einem Hammer erschlagen. Die völlig eingeschüchterte Maxine muss nun helfen, die Leiche verschwinden zu lassen. Das blutbefleckte Kleid und den Hammer verstecken beide in Daniels Baumhaus. „Du hast mich hereingelegt!“ beschwert sich dort die entsetzte Maxine bei Esther. Diese erklärt ihr nun, dass sie die Nonne töten musste, da diese sie aus der Familie entfernen wollte. Dabei fügte sie drohend hinzu, dass jeder sterben würde, der sie, Esther, verraten und hintergehen würde. „Du wirst mich doch nicht verraten, oder?“, fragt Esther im Anschluss Maxine und diese schüttelt ihren Kopf.

Als beide das Baumhaus wieder verlassen, werden sie aber von Daniel beobachtet. Am Abend taucht Esther bei Daniel im Zimmer auf und bedroht diesen, sie würde ihm etwas abschneiden, wenn er nicht den Mund halten würde.

Die offene Konfrontation mit Katherine

Am nächsten Tag fährt Katherine Daniel und Maxine in die Schule. Dort ankommen, befragt sie ihre Kinder, ob irgendwelche Schwierigkeiten mit Esther bestünden. Als Daniel und Maxine dieses verneinen ist Katherine sichtlich erstaunt. Sie weiß, dass sich Esther und ihr Sohn nicht ausstehen können. Am Nachmittag ist dann Esthers Termin bei Dr. Browning. Doch diese spielt die Colemans geschickt gegen die Psychologin aus und nach diesem Besuch kriselt es in der Ehe der Colemans wie nie zuvor. Esther beginnt nun gezielt, Katherine als unfähig darzustellen und versucht diese in die erneute Alkoholabhängigkeit zu treiben. Dafür riskiert sie sogar bewusst das Leben von Maxine. Denn als kurze Zeit später die Kinder von Katherine im Auto zur Schule gefahren werden, löst Esther die Handbremse des Wagens und dieser rollt nun mit Maxine rückwärts die Straße herunter. Katherine verdächtigt nun offen Esther, den Wagen manipuliert zu haben, was diese aber entschieden abstreitet. Maxine beginnt nun ihre Erlebnisse mit Esther in selbst gemalten Bildern festzuhalten, da sie sich nicht traut, ihren Eltern etwas darüber zu berichten. Esther hatte ihr kurz vorher noch einmal gedroht, sie würde deren Mutter erschießen, wenn Maxine etwas über die Sache mit der Nonne erzähle.

Eines Tages hat Esther ihren Zahnarzt-Termin. Doch sie weigert sich, diesen wahrzunehmen. John und Esther kommen überein, diesen auf einen anderen Tag zu verlegen und stattdessen würde man unten im Wohnzimmer nun gemeinsam zeichnen. Im Wohnzimmer unterhalten sich beide. „Mami kann mich nicht leiden, glaube ich“, sagt Esther dabei zu John Coleman. Dieser erwidert: „Sie liebt dich. Du musst Mami nur eine Freude machen.“ Als am Abend Katherine nach Hause kommt, verkündet Esther ihr gegenüber eine große Überraschung. Dann zeigt sie Katherine einen großen Strauß weißer Rosen, die sich vorher auf dem Grab von Jessica befunden hatten. Katherine ist nun vor Wut außer sich, schlägt Esther, reißt dieser die Blumen aus der Hand und hält diese am Arm fest. Bei dem Versuch, sich aus dem Griff zu befreien, verdreht sich Esther den Arm. Esther läuft weinend auf ihr Zimmer, John und Katherine streiten sich in der Küche. Infolgedessen verlässt Katherine das gemeinsame Haus.

In der Nacht schleicht sich Esther in den Keller und bricht sich dort selbst den Arm, indem sie sich den Arm in einen Schraubstock einspannt. Wieder auf ihrem Zimmer ruft Esther John herbei und kann diesen überzeugen, dass Katherine für die Verletzung verantwortlich sei. Als diese wieder nach Hause kommt, entwickelt sich ein heftiger Streit zwischen den Eheleuten, der darin gipfelt, dass John seine Frau des Schlafzimmers verweist und stattdessen Esther erlaubt, mit ihm im Ehebett zu schlafen.

Nach diesem Streit fährt Katherine völlig aufgelöst und ziellos mit dem Wagen umher. Erst bei einem Drugstore bleibt sie stehen und kauft sich nun zwei Flaschen Wein. Als sie nach Hause kommt, schläft die Familie schon. Und so sitzt Katherine allein im Wohnzimmer und hat bereits eine Flasche geöffnet. Letztendlich schüttet sie den Wein jedoch unberührt in der Küche in den Abfluss aus und versteckt die Flaschen.

Ein paar Tage später haben die Colemans Besuch von Dr. Browning. Diese rät Katherine nun zu einer offiziellen Entziehungskur in einem Sanatorium. Katherine ist außer sich und verweigert eine Therapie mit den Worten, dass sie sich selbst helfen könne. Als Antwort darauf kündigt John an, er werde Katherine verlassen und nach der Scheidung die Kinder für sich beanspruchen, sollte sie nicht mit der Entziehungskur einverstanden sein. Er beschuldigt seine Frau, in den Alkoholismus zurückgefallen zu sein, da die Kinder im Haus die versteckten Weinflaschen gefunden hätten. Katherine entgegnet ihm darauf hin, dass es wohl eher Esther gewesen sei, die die Flaschen entdeckt habe. Sie vermutet, dass Esther das Versteck aus ihrem alten Tagebuch erfahren haben könnte, welches sie ja dieser überlassen hatte. Sie beginnt nun gezielt, nachdem sie sich Esthers Bibel bemächtigt hatte, Nachforschungen über Esthers Vergangenheit anzustellen. Diese Nachforschungen Katherines führen schließlich zu einer psychiatrischen Klinik in Estland, dem Saarne Institut. Katherine entlarvt die wenigen Dokumente als Fälschungen und findet somit heraus, dass keinerlei reale Unterlagen über Esther existieren.

Die Mordversuche an Daniel

Eines Abends saßen Daniel und Maxine in deren Kinderzimmer beisammen. Es kommt noch einmal zwischen den Geschwistern zum Gespräch über den Vorfall auf dem Spielplatz, dem Tod von Schwester Abigail und der Sache mit dem Wagen. Maxine weigert sich jedoch über diese Sachen zu sprechen. Stattdessen zeigt sie Daniel nun ihre Bilder. Auf dessen Frage, ob Esther für alles verantwortlich sei, nickt sie. Maxine verrät ihrem Bruder auch, wo Esther die Beweise versteckt hat. Daniel beschließt nun, gegen Esther vorzugehen. Doch beide ahnen nicht, dass sie von dieser belauscht werden.

Am nächsten Morgen bricht Daniel zum Baumhaus auf, um Esther nun des Mordes zu überführen. Er ahnt jedoch nicht, dass er von dieser bereits im Baumhaus erwartet wird. Diese treibt Daniel nun in eine Ecke des Baumhauses, vergießt Benzin und steckt dieses in Brand. Danach schließt sie Daniel im Baumhaus ein. Doch dieser kann sich zwar durch ein Fenster retten, stürzt jedoch in die Tiefe. Da Daniel jedoch den Sturz überlebt, versucht Esther diesen mit einem Stein zu erschlagen. Aber dabei wird sie von Maxine gehindert, die sich ihr in den Rücken wirft.

Katherine Coleman unterhält sich derweil mit ihrer Schwiegermutter Barbara, sieht vom Küchenfenster aus den Brand und eilt Daniel zu Hilfe. Im Krankenhaus wird dieser in ein künstliches Koma versetzt.

Die gesamte Familie Coleman befindet sich am Abend im Krankenhaus. Esther erbittet sich von der Großmutter Geld, um sich etwas zu trinken zu kaufen. In Wirklichkeit schleicht sie sich in Daniels Krankenzimmer und versucht diesen nun zu ersticken, da der Brandanschlag missglückt war. Als sie von diesem ablässt, ist Daniel klinisch tot. Die herbeigeeilten Ärzte können ihn jedoch ins Leben zurückholen. Als Esther mit einer Flasche zur Familie zurückkommt, wird sie von Katherine verprügelt. Diese beschuldigt Esther nun offen, ihren Sohn Daniel ermorden zu wollen. Die Ärzte verabreichen Katherine nun ein Beruhigungsmittel und behalten sie über Nacht im Krankenhaus. John fährt mit den Kindern nach Hause zurück.

Die Wahrheit über Esther

Im Krankenhaus erhält Katherine einen Anruf des estländischen Saarne Institut. Es ist nun Dr. Värava, der Leiter dieses Institutes, der Katherine anruft und deren Verdacht bestätigt, Esther täusche eine falsche Identität vor. Esther war unter ihrem richtigen Namen Leena Klammer als psychopathische Mörderin dort wegen mehrfachen Mordes eingewiesen. Doch gelang ihr die Flucht aus der Klinik und sie tauchte nun im Ausland unter. In Wirklichkeit sei sie auch eine 33-jährige Frau. Aber durch die Hormonstörung Hypophyseninsuffizienz, die das Wachstum hemmt, konnte sich Leena bzw. Esther jahrelang als Kind ausgeben. Esther ließ sich immer von Familien adoptieren und im Anschluss versuchte sie, die Ehemänner zu verführen. Bei deren Weigerung löschte sie dann die gesamte Familie aus.

Das Ende von Esther

Nachdem Katherine von diesen Dingen erfahren hatte, war es ihr klar, was Esther von Anfang an vorhatte. Sie fährt nun nach Hause und ruft von unterwegs die Polizei an. In der Zwischenzeit betrinkt sich John im Wohnzimmer, als plötzlich Esther auftaucht. Sie hatte sich von Katherine ein schwarzes Kleid besorgt, dieses abgeändert und sich geschminkt. Das eheliche Schlafzimmer hat Esther mit Kerzen und Rosen für eine Liebesnacht hergerichtet und versucht nun John zu verführen, da sie sich in ihn verliebt hat. Dieser weigert sich jedoch mit ihr Sex zu haben, da er Esthers Vorgeschichte nicht kennt und so nur ein Kind in ihr sieht. Esther zieht sich nun völlig enttäuscht in ihr Zimmer zurück und gerät dort in einen Wutanfall. Sie beschließt, John und die Familie zu töten. Esther zerstört nun die Stromleitungen im Haus und kurz darauf ersticht sie John Coleman grausam im Flur des Hauses. Im Anschluss daran geht sie in Johns Büro und holt sich den Revolver aus dem Safe.

Die kleine Maxine, die aufgewacht war und den Mord beobachtet hat, versteckt sich nun vor Esther im Gewächshaus. In der Zwischenzeit kommt Katherine nach Hause zurück und entdeckt ihren toten Ehemann. Esther beginnt nun Katherine durch das Haus zu jagen und es gelingt ihr, diese im Badezimmer anzuschießen. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kommt es am überfrorenen See, der sich in der Nähe des Hauses befindet, zwischen beiden zum großen Showdown. Katherine und Esther brechen schließlich in den See ein und Esther bricht sich das Genick, nachdem sie von Katherine mit einem Fußtritt am Kopf getroffen wurde. Während Katherine aus dem eisigen See steigt, versinkt Esther in diesem.

Produktion

Der Film wurde zum größten Teil in Kanada gefilmt, vor allem in Toronto, Port Hope und Montreal. Es war ursprünglich geplant, den Film im Spätherbst abzudrehen, doch ein plötzlicher Wintereinbruch kam den Dreharbeiten dazwischen, sodass das Drehbuch kurzfristig umgeschrieben werden musste.

Kritiken

Orphan – Das Waisenkind ist von Beginn an beunruhigend und packend. Vera Farmiga überzeugt als schuldbeladene, verwirrte Adoptivmutter. Isabelle Fuhrmann hingegen stiehlt allen die Show. Klasse, wie sie von brav über verführerisch bis grausam alle Nuancen ihrer Figur auslotet. Ein verdammt böses Mädchen.“

Hamburger Abendblatt, 2009[1]

„Der spannende, weitgehend stimmige Horrorfilm belebt das sattsam bekannte „Teufelskind“-Motiv dank einer ambitionierten Dramaturgie, die auf interessante Charaktere und das Drama innerfamiliärer Spannungen setzt, sowie einer eindringlichen und realitätsnahen Inszenierung.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Michael Ranze: Ein verdammt böses Mädchen, Kritik im Hamburger Abendblatt vom 22. Oktober 2009 (Online-Fassung)
  2. Lexikon des Internationalen Films auf kabeleins.de



Dieser Artikel wurde aus der Wikipedia incl. aller Versionen importiert.

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